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ROHSTOFFSICHERUNG DER WIRTSCHAFT
Herausforderungen im Umgang mit knappen
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DEUTSCHLAND STREBT NACHHALTIGE ROHSTOFFVERSORGUNG AN
Neue Rohstoffpolitik soll Bedarfsdeckung der Wirtschaft unterstützen >>>
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BADEN-WÜRTTEMBERGISCHE UNTERNEHMEN
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SCHWERPUNKT

ROHSTOFFSICHERUNG DER WIRTSCHAFT

Herausforderungen im Umgang mit knappen Ressourcen

Seltene Metalle sind aus einer modernen Volkswirtschaft nicht mehr wegzudenken. Ob in Handys, Digitalkameras, Autos, Windkrafträdern, Batterien oder im Flugzeugbau, sie sind überall zu finden.
Oft werden sie als Legierungsmetall verwendet, das die Festigkeit und Widerstandsfähigkeit des eingesetzten Materials erhöht.

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Die deutsche Wirtschaft ist bei einer Vielzahl von Rohstoffen, insbesondere bei Metallen, die für die Fertigung von High-Tech-Produkten benötigt werden, auf den Import angewiesen. Hierdurch ist sie in starkem Maße abhängig von der Entwicklung an den weltweiten Rohstoffmärkten. Das Angebot war in den letzten Monaten, insbesondere nach dem Abklingen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise, durch steigende Preise und Knappheiten bei metallischen Rohstoffen gekennzeichnet und ließ die Sorge um eine Deckungslücke des Bedarfs und die möglichen Folgen für den Wirtschaftsstandort Deutschland wieder laut werden.

In den vergangenen Jahren entwickelten sich die Märkte und Preise für zahlreiche Rohstoffe turbulent. Betroffen hiervon waren Energieträger, Metalle und Mineralien ebenso wie landwirtschaftliche Erzeugnisse und Lebensmittel. Die wirtschaftliche Erholung vieler Volkswirtschaften nach der Finanzkrise wird nun erneut begleitet von teilweise massiven Preissteigerungen verschiedener Rohstoffe.

Die Gründe für diese Entwicklungen liegen in langfristigen Veränderungen der globalen Angebots- und Nachfragestrukturen. Nachfrageseitig führt das weltweite Wirtschaftswachstum, dominiert von einigen Schwellenländern, zu einem steigenden Bedarf. Insbesondere die hohe Infrastruktur- und Industrienachfrage von chinesischer Seite kann als Treiber dieser Entwicklung ausgemacht werden. Trotz des ausgeweiteten Abbaus von Rohstoffen in China ist das Land inzwischen selbst zum dominierenden Käufer auf den globalen Rohstoffmärkten geworden. Zudem hat sich die Bedeutung zahlreicher Metalle gewandelt. Der zunehmende Bedarf an Umwelttechnologien, die steigende Anzahl an Produkten aus dem Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien sowie weitere technologische Innovationen beeinflussen die Nachfragestruktur.

Angebotsseitig kann der steigende Bedarf trotz erheblicher Kapazitätsausweitungen nicht ausreichend gedeckt werden. Dies wirkt sich – wie auf funktionierenden Märkten üblich – auf den Preis aus. Der Preisbildung liegen jedoch noch weitere Einflüsse zugrunde. Eine wesentliche Rolle spielt die immer enger werdende Verflechtung von Rohstoff- und Finanzmärkten. Zu nennen sind aber auch der Faktor der Lagerhaltung sowie staatliche Interventionen in Form von Steuern, Zöllen oder Exportbeschränkungen.

Metalle im Fokus der Aufmerksamkeit
Die Versorgung mit bezahlbaren Rohstoffen spielt für den Innovations- und Technologiestandort Deutschland eine entscheidende Rolle, um seine Wettbewerbs- und Leistungsfähigkeit weiter auszubauen. Für seine Industrieproduktion ist Deutschland insbesondere auf zahlreiche Metalle angewiesen. Fast die gesamte Nachfrage muss jedoch durch den Import abgedeckt werden. Metalle rückten damit in den letzten Jahren zunehmend in den Fokus der politischen und auch medialen Aufmerksamkeit.

Auf europäischer Ebene wurde bereits Ende 2005 eine offizielle Ressourcenstrategie veröffentlicht. Im Jahr 2010 wurde EU-seitig definiert, welche Rohstoffe als kritisch gelten: Antimon, Beryllium, Kobalt, Flussspat, Gallium, Germanium, Graphit, Indium, Magnesium, Niob, die Platingruppenmetalle, die Seltenen Erden, Tantal, Wolfram. Als kritisch eingestuft werden sie jedoch nicht ausschließlich ihrer geologischen Seltenheit und Knappheit wegen, denn diese ist relativ und abhängig vom Bedarf bzw. der Nachfrage. Vielmehr liegt der Bewertung das folgende Konzept zugrunde:

„Als kritisch werden Rohstoffe bezeichnet, bei denen das Risiko eines Versorgungsengpasses in den nächsten zehn Jahren besonders groß ist und die als besonders wichtig für die Wertschöpfungskette betrachtet werden. Das Risiko von Versorgungsengpässen steht im Zusammenhang mit der Konzentration der Produktion auf einige wenige Länder und die geringe politische und wirtschaftliche Stabilität mancher Lieferanten. Zu diesem Risiko kommt in einigen Fällen erschwerend hinzu, dass der Rohstoff nur schwer ersetzt werden kann und seine Rückgewinnungsquote gering ist.“ (Anm. 1)

 

Dabei ist anzumerken, dass die Einschätzung, bei welchem Rohstoff die Versorgungslage kritisch werden könnte, in den einzelnen Volkswirtschaften in Abhängigkeit von der Industriestruktur und dem daraus resultierenden Bedarf unterschiedlich ausfällt. Die EU-Definition deckt sich jedoch im Wesentlichen mit der Einstufung, die in Deutschland vom Institut der Deutschen Wirtschaft Köln (IW) vorgenommen wurde.
(Anm. 2)

 

Versorgungsrisiken aufgrund geografischer Konzentration und Marktmacht der Produzenten

Die bisher bekannten Rohstoffvorkommen sind weltweit sehr ungleich verteilt. Bei vielen Metallen lässt sich eine hohe Konzentration der Vorkommen feststellen. Das Schwermetall Niob, das zur besseren Schweißbarkeit von Stahl benötigt wird, kommt z.B. fast ausschließlich in Brasilien vor. Die geografische Konzentration der Eisenerzvorkommen, welches Ausgangsstoff für die Stahlerzeugung und grundlegend für den Automobil- und Maschinenbau sowie das Baugewerbe ist, ist geringer. Die Seltenerdmetalle, die zuletzt sehr oft in der Diskussion waren, finden sich sogar häufig in der Erdkruste. Doch auch hier sind die wirtschaftlich förderungswürdigen Reserven geographisch hochkonzentriert. Entsprechend fallen die Länderanteile an der weltweiten Produktion aus. China wurde seit den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts zu einem der bedeutendsten Rohstoffproduzenten und hält hohe Anteile an der Produktion zahlreicher Metalle. Bei den Seltenen Erden lag sein Produktionsanteil im Jahr 2009 bei knapp 97 Prozent der gesamten Fördermenge. Die Platingruppenmetalle werden vorwiegend in Russland abgebaut, Kobalt und Tantal in der Demokratischen Republik Kongo.

 

Die Konzentration der metallischen Rohstoffvorkommen in politisch oder wirtschaftlich instabilen Regionen und Ländern wird zunehmend mit Sorge betrachtet. Hierdurch werden Versorgungsengpässe befürchtet. Daneben nähren auch die zunehmende Unternehmenskonzentration auf Erzeugerebene sowie staatliche Interventionen auf den Metallmärkten die Befürchtungen eines Versorgungsrisikos. Erschwerend kommt hinzu, dass zahlreiche der als kritisch bewerteten Rohstoffe nicht am London Metals Exchange (LME), dem weltweit führenden Handelsplatz für unedle Metalle, gehandelt werden, sondern hier, auch aufgrund geringerer Marktvolumina, wenig Markttransparenz herrscht.

 

Kritik hervorgerufen hat in den letzten Monaten insbesondere das chinesische Verhalten am Markt. Gegenstand des Konflikts waren Exportzölle auf zahlreiche Metalle und Mineralien sowie kritisch niedrige Exportquoten bzw. der komplette Exportstopp Seltener Erden (Anm. 3), der im Oktober 2010 in einem Territorialstreit mit Japan verhängt wurde. Problematisch an der chinesischen Industriepolitik ist neben der staatlichen Entscheidung, welche Volumen jährlich produziert und welche Mengen zu welchen Preisen exportiert werden, ebenfalls die ungleiche preisliche Behandlung in- und ausländischer Verbraucher, die nur bei einer Fertigungsverlagerung nach China überwunden werden kann. Die weltweiten Folgen staatlicher Marktinterventionen, die auch in anderen Ländern praktiziert werden, sind eine weitere Verteuerung der Rohstoffe und ein künstlich gespaltener Markt in einem für die deutsche und europäische Wirtschaft zentralen Rohstoffbereich.

 

Die Rufe der Wirtschaft nach unterstützenden politischen Maßnahmen blieben nicht ungehört. Die EU sieht ihre Aufgabe vor allem in einer aktiven „Rohstoffdiplomatie“, um durch strategische Partnerschaften und politische Gespräche den Zugang zu Rohstoffen zu sichern sowie entsprechende Unternehmertätigkeit zu gewährleisten:

 

„Die Sicherstellung der Versorgung mit Rohstoffen ist im Wesentlichen die Aufgabe von Unternehmen; die Aufgabe öffentlicher Stellen ist es, für die richtigen Rahmenbedingungen zu sorgen, damit die Unternehmen diese Aufgabe erfüllen können.“ (Anm. 4)

Anmerkungen:

(1) Europäische Kommission, Grundstoffmärkte und Rohstoffe: Herausforderungen und Lösungsansätze, Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament, den Rat, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen, KOM(2011) 25, 2.2.2011, S. 13, http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/president/news/speeches-statements/pdf/20110202_de.pdf,
(2) vgl. Hilpert, H.G. et al. (2011): Wettlauf um Metalle, in: Mildner, St.-A. (Hg.): Herausforderungen und Chancen im Umgang mit knappen Ressourcen, Berlin, SWP-Studie S5, Februar 2011, S.136.
(3) Die 17 Metalle der Seltenen Erden sind, wie bereits gezeigt wurde, in ihren Vorkommen nicht zwangsläufig selten, aber sie sind stets in anderen Mineralien gebunden. Ihre Trennung ist aufwendig und kostspielig, auch deshalb werden sie so wertvoll. Zudem können sie schlecht substituiert werden und ihre Recyclingrate ist, weil sie oft nur in winzig kleinen Mengen in Produkte eingehen, bislang sehr gering.
(4) Wie Anmerkung 1, S.17.

Weiterführende Informationen:

Themendossier „Konkurrenz um knappe Ressourcen“ der Stiftung Wissenschaft und Politik Berlin

Informationsportal der Europäischen Kommission zum Thema „Rohstoffe“

Veröffentlichung der EU-Kommission über kritische Rohstoffe für die EU (englisch)

Konferenz am 30. November 2011 im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Berlin „Rohstoffe erfolgreich für die Zukunft sichern - effizient Material und Rohstoffe nutzen“

DEUTSCHLAND STREBT NACHHALTIGE ROHSTOFFVERSORGUNG AN

Neue Rohstoffpolitik soll Bedarfsdeckung der Wirtschaft unterstützen

Im Mittelpunkt der Rohstoffstrategie der Bundesregierung steht die Unterstützung der Wirtschaft im internationalen Wettbewerb um wichtige Rohstoffe.

Bildnachweise (von links nach rechts): © darknightsky - Fotolia.com; © Frank Wohlfeil - Fotolia.com; © Windsor - Fotolia.com

Bonn (gtai) - Mit einer neuen Rohstoffstrategie flankiert die Bundesregierung Bemühungen deutscher Unternehmen, die steigende Nachfrage nach Industrierohstoffen zu decken. Im Fokus steht die Sicherung der nicht-energetischen mineralischen Rohstoffe. Dafür strebt das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie eine Rohstoffpolitik in engem Schulterschluss mit der deutschen Industrie an. Bei der Umsetzung der Politik und zur Behauptung im Wettbewerb um Rohstoffe soll die neu gegründete Deutsche Rohstoffagentur eine wichtige Rolle einnehmen.

Die deutsche Wirtschaft wächst wieder und mit ihr die Nachfrage nach Rohstoffen. Von der Bundesregierung wird die steigende Rohstoffnachfrage in Deutschland prinzipiell als positives Signal für den Aufschwung gewertet. Sowohl Industrieproduktion als auch Kapazitätsauslastung haben 2010, nicht zuletzt aufgrund verbesserter Exportaussichten, deutlich angezogen.

Jedoch erkennt das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) auch die Probleme bei der Bedienung der erhöhten Rohstoffnachfrage. Nach dessen Einschätzung leiden vor allem mittelständische Unternehmen an erschwerten Marktzugängen zu Rohstoffen. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle gesteht eine politische Unterstützung bei der Rohstoffsicherung zu, macht aber gleichzeitig deutlich, dass die Rohstoffversorgung in erster Linie eine Aufgabe der Wirtschaft sei, nicht des Staates. Die Rohstoffpolitik der Bundesregierung werde jedoch die Rahmenbedingungen für eine nachhaltige, wettbewerbsfähige Rohstoffversorgung schaffen. Dafür arbeiten Regierung und Wirtschaft bereits seit 2007 eng zusammen. Im "Interministeriellen Ausschuss Rohstoffe", in dem auch der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) eingebunden ist, werden seither unter Führung des BMWi Ideen und Interessen zu Strategien gebündelt.

Deutsche Rohstoffpolitik soll Wirtschaft unterstützen
Der internationale Wettbewerb um wichtige Industrierohstoffe nimmt stetig zu, und deutsche Unternehmen sollen strategisch dabei unterstützt werden, ihre Rohstoffbezugsquellen zu diversifizieren.

Im Zuge der Debatte um die Gefahren zukünftiger Rohstoffengpässe verkündete das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie jüngst eine neue Rohstoffpolitik, welche unter anderem die Gründung der Deutschen Rohstoffagentur und die Schaffung einer Rohstoffstrategie beinhaltet. Der Fokus der neuen Rohstoffstrategie zielt vornehmlich auf eine nachhaltige Rohstoffnutzung und auf die stabile Versorgung nicht-energetischer, mineralischer Rohstoffe, insbesondere Metalle und Rohstoffe für Hoch- und Zukunftstechnologien (z. B. sogenannte "Seltene Erden"). Diese Metalle sind bedeutsam für den Hochtechnologiestandort Deutschland und besonders für die Elektronikindustrie unverzichtbar.

Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle will den Zugang zu Rohstoffen zudem mit bestehenden Instrumenten der deutschen Außenwirtschaftsförderung unterstützen. Dabei sollen unter anderem staatliche Stellen im Ausland die gemeinsame Koordination erhöhen und einheitlich den Abbau von Handelsschranken fördern. Die deutschen Auslandshandelskammern und Germany Trade and Invest werden sich zukünftig noch stärker als bisher mit dem Thema Rohstoffe befassen, so Brüderle. Ihre Stärken liegen vor allem bei der Marktbeobachtung und dem Informationsmanagement.

Deutsche Rohstoffagentur ermittelt Rohstoffpotentiale für Unternehmen
Im Rahmen der neuen Strategie, mit der die Wirtschaft bei der Rohstoffsicherung im internationalen Wettbewerb um wichtige Rohstoffe unterstützt werden soll, gründete die Bundesregierung vor kurzem die Deutsche Rohstoffagentur in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR). Vorgesehen ist der stufenweise Aufbau bis 2013/14. Die Rohstoffagentur soll durch Analyse der Rohstoffmärkte und Erarbeitung von Rohstoffpotentialen maßgeblich die Versorgungsbemühungen der mittelständischen rohstoffverarbeitenden Wirtschaft und der deutschen Hightech-Industrie unterstützen. Den Mittelpunkt bildet dabei ein "Rohstoff-Informationssystem", das auf umfassende Daten zur Verfügbarkeit von Rohstoffen zurückgreift. Mit Hilfe der Rohstoffagentur können Unternehmen dann ihren Rohstoffbedarf genauer analysieren und bewerten, vor allem im Hinblick auf mögliche Versorgungsrisiken.

Aktuell veröffentlicht hat die Deutsche Rohstoffagentur eine Studie zur rohstoffwirtschaftlichen Bewertung der Länder Afrikas, Asiens, der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) mit Georgien und Südamerikas im Hinblick auf die Bedeutung für Deutschland. In der Studie wird ein rohstoffwirtschaftliches "Länderscreening" der benannten Regionen vorgenommen, um Rohstoff-Partnerländer im Rahmen der deutschen Rohstoffstrategie zu identifizieren. Dabei werden Länder gezielt in Bezug auf aktuelle Rohstoffproduktion und -reserven sowie auf Vorkommen "kritischer Rohstoffe" bewertet. Ebenso werden Potentiale mit Blick auf deutsche Handelspartner und Investitionsmöglichkeiten beurteilt.

Zu den weiteren Aufgaben der Rohstoffagentur zählt die kundenspezifische Beratung von Unternehmen zu Risiken, Bezugsquellen und Rohstoffeffizienz. Auch der Ausbau von Forschung und Entwicklung im Bereich der Rohstoffgewinnung und dem Bergbau ist Angelegenheit der neuen Rohstoffagentur. Ihre Integration in ein forschungsnahes Umfeld liegt somit nahe. Die Deutsche Rohstoffagentur befindet sich in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Hannover, welche wiederum mit zwei weiteren Institutionen das Geozentrum Hannover bildet. Die BGR, eine wissenschaftlich-technische Fachbehörde des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie, berät als zentrale geowissenschaftliche Institution die Bundesregierung in allen geo- und rohstoffrelevanten Fragestellungen.

Rohstoffeffizienz wird immer wichtiger
Bei der Deckung eines steigenden Rohstoffbedarfs soll zukünftig neben Instrumenten der Außenwirtschaftsförderung wie Investitionsgarantien, politischer Flankierung von Projekten, Abbau von internationalen Handelsschranken, ein erhöhtes Augenmerk auf die Effizienz bei der Rohstoffgewinnung und -verarbeitung gelegt werden. Ein wichtiges Thema stellt das Recycling von Rohstoffen dar. Anschaulich macht dies unter anderem ein Bericht des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) am Beispiel Mobiltelefone. Danach lagern fast 50% der deutschen Haushalte ein oder zwei Handys zu Hause, die sie nicht mehr nutzen. BITKOM berechnet die Gesamtzahl ungenutzter Mobiltelefone in Deutschland auf circa 72 Mio. Nahezu 80% eines Mobiltelefons können recycelt werden, darunter wichtige Metalle wie Gold, Kupfer und Silber, aber auch seltenere Edelmetalle.

Auch sekundäre Rohstoffe sollen in Zukunft besser wiederverwertet werden. Konkrete Konzepte dafür müssen Forschung und Entwicklung liefern. Dazu wird im Rahmen der neuen Rohstoffstrategie in der Helmholtz-Gemeinschaft ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziertes neues Forschungsinstitut für Ressourcentechnologien gegründet.

Zukünftige Herausforderungen an die deutsche Hochtechnologie-Industrie

Deutschland verfügt über verhältnismäßig geringe eigene Rohstoffvorkommen. Gleichzeitig ist die deutsche Industrie aber einer der weltweit führenden Rohstoffkonsumenten, und Deutschland benötigt folglich hohe Rohstoffimporte. Dies betrifft bisher vor allem die Einfuhr von Metallen und eines Großteils der Industrieminerale sowie Energierohstoffen. 2009 importierte Deutschland Rohstoffe im Wert von rund 84 Mrd. Euro. Davon entfielen knapp 22 Mrd. Euro auf Metalle und 62 Mrd. Euro auf Energierohstoffe.

Im Zuge der wachsenden Bedeutung innovativer Technologien rücken vermehrt neue Werk- und Rohstoffe in den Fokus. Eine im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums erarbeitete und 2009 veröffentlichte Studie des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung (FhG-ISI) und des Berliner Instituts für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (IZT) mit dem Titel "Rohstoffe für Zukunftstechnologien" weist zum Beispiel in diesem Zusammenhang auf die Bedeutung der Versorgungssicherheit bei Rohstoffen für die Elektromobilität hin. Es müsse geprüft werden, inwieweit die Versorgung mit, unter anderem, Lithium, Kobalt und Kupfer sowie den sogenannten "Seltenen Erden", wie etwa Neodym, für das Marktwachstum im Hochtechnologie-Segment zukunftsfähig gesichert werden kann.

In diesem Zusammenhang weist auch der Bundesverband der Deutschen Industrie in seinen "Kernforderungen zur Rohstoffpolitik" darauf hin, dass beim internationalen Rohstoffhandel momentan Verzerrungen auftreten, die das Angebot für einige deutsche Unternehmen bereits deutlich einschränken. Hieraus erklärt sich die Forderung des Bundesverbands an die Bundesregierung und die europäische Kommission, den politischen Beschränkungen der Rohstoffsicherung entgegenzuwirken. Der freie Zugang zu Rohstoffen für deutsche Produzenten sei lebenswichtig, so der BDI, dessen Vertreter sich eine intensivere Kooperation mit der Politik wünschen.

Die Erkenntnis zunehmender Rohstoffknappheit betrifft viele Industrienationen und muss global mittels robuster internationaler Organisationen und eines starken Ordnungsrahmens gelöst werden. Auf der internationalen Ebene ist die Bundesregierung vor allem daran interessiert, Rohstoffkooperationen auszuweiten, auf bilateraler wie multilateraler Ebene. Ziel sind Rohstoffpartnerschaften mit rohstoffreichen Ländern, wobei die Verknüpfung außen-, entwicklungs- und wirtschaftspolitischer Ziele intensiviert werden soll. Bei der Zusammenarbeit mit Entwicklungsstaaten werden diese Rohstoffpartnerschaften in enger Kooperation mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit gestaltet.

Die Rohstoffstrategie der Bundesregierung muss nun "mit Leben gefüllt" werden, so der Bundeswirtschaftsminister. Dabei wird besonders die Industrie in die Pflicht genommen, denn eines soll deutlich werden: Eine Art staatliche Rohstoff-Beschaffungsinstitution wird es nicht geben. Eine ressortübergreifende Flankierung der Rohstoffsicherungsbemühungen der Wirtschaft ist das anvisierte Ziel. Dafür trat das BMWi seit dem Sommer [2010 – Anmerkung der Red.] in einen engen Dialog mit Vertretern des BDI, der Gewerkschaften, der verarbeitenden Industrie und der Recyclingwirtschaft.

Weiterführende Informationen:

Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie

Rohstoffstrategie der Bundesregierung

Deutsche Rohstoffagentur

Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) mit Georgien und Südamerikas im Hinblick auf die Bedeutung für Deutschland"

Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Hannover

Bundesverband der Deutschen Industrie e.V.

BDI-Kernforderungen zur Rohstoffpolitik

Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI

Rohstoffe für Zukunftstechnologien

Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V

Presseinformation: Verbraucher horten 72 Millionen Alt-Handys


GTAI/ Daniel Lenkeit
Die Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung der GTAI.


Germany Trade & Invest ist die Gesellschaft für Außenwirtschaft und Standortmarketing der Bundesrepublik Deutschland. Die Gesellschaft berät ausländische Unternehmen, die ihre Geschäftstätigkeit auf den deutschen Markt ausdehnen wollen. Sie unterstützt deutsche Unternehmen, die ausländische Märkte erschließen wollen, mit Außenwirtschaftsinformationen.

UNTERSTÜTZUNGSMÖGLICHKEITEN FÜR BADEN-WÜRTTEMBERGISCHE UNTERNEHMEN

Ressourceneffizienz und Umwelttechnologien als Handlungsfelder zur Reduktion der Importabhängigkeit

Substitution und Recycling von Rohstoffen, Ressourcen und Materialeffizienz sowie die Materialforschung sollen zukünftig noch stärker in den Fokus gerückt werden, um hierdurch die Abhängigkeit von knapper werdenden Rohstoffen zu verringern.

Bildnachweise (von links nach rechts): © Cornelia Wohlrab - Fotolia.com; © WoWe - Fotolia.com

Baden-Württemberg ist als rohstoffarme Region mit hoch innovativen Industriezweigen auf eine Vielzahl von Rohstoffen für die Entwicklung seiner High-Tech-Produkte angewiesen. Die Landesregierung wird auch künftig im Rahmen ihrer vielfältigen Kontakte eine enge Verbindung mit heimischen Rohstoff-Unternehmen pflegen und gegenüber ausländischen Staaten, die selbst über Rohstoffe verfügen, diese Thematik in geeigneter Weise ansprechen. Daneben wird sie mit geeigneten Maßnahmen über die Bereiche Substitution und Recycling von Rohstoffen, Ressourcen- und Materialeffizienz, Materialforschung und Absicherungsstrategien informieren.

Zeitungstitel wie „Den Innovationen gehen die Rohstoffe aus“ oder „Die neuen Herren der Welt - Chinas Erzhunger“ zeigen die mittlerweile dramatische Entwicklung unserer Rohstoffversorgung. So werden gegenwärtig 97 Prozent der für Zukunftstechnologien notwendigen Rohstoffe - die sogenannten Seltenen Erden - von China gefördert. Diese zum Teil seltenen und für eine Vielzahl von Zukunftstechnologien notwendigen Rohstoffe sind auf wenige und nicht unbedingt politisch stabile Regionen in der Welt verteilt. Insbesondere High-Tech-Branchen und Umwelttechnologien sind von dieser Situation betroffen. So werden beispielsweise Platin und Scandium für Brennstoffzellen, Neodym für Hybrid- und Elektrofahrzeuge, Kobalt für Hochleistungsbatterien oder Gallium, Indium und Tellur für die Dünnschicht-Photovoltaik benötigt.

Eine Studie des Fraunhofer Instituts für System- und Innovationsforschung ISI und des Instituts für Zukunftsstudien und Technologiebewertung IZT geht von einer Erhöhung der Rohstoffnachfrage bis zum Jahr 2030 um das Drei- bis Achtfache für einzelne Stoffe aus. Von diesen Stoffen sind für Baden-Württemberg bedeutende Zukunftstechnologien sowie zahlreiche Basisindustrien wie Stahl- und Aluminiumherstellung sowie der Maschinenbau betroffen. Die weltweit steigende Nachfrage nach Rohstoffen würde in einem freien Welthandel zu Preisentwicklungen führen, die Knappheitsverhältnisse spiegeln und damit einen Ausgleich von Angebot und Nachfrage herbeiführen.

Durch die rasante Entwicklung und den Ausbau dieser Techniken werden die Nachfrage und damit der Preis stark zunehmen, so dass nicht ausgeschlossen werden kann, dass bestimmte Rohstoffe zumindest zeitweise nicht mehr ausreichend zur Verfügung stehen. Das wiederum könnte die weitere Entwicklung und Verbreitung von Spitzentechnologien begrenzen, wenn nicht gar bedrohen. Die Europäische Kommission hat hierauf schon mit einer Liste von 39 für Europa strategisch bedeutenden Rohstoffen reagiert. Baden-Württemberg als rohstoffarme Region mit hoch innovativen Industriezweigen ist auf diese Rohstoffe für seine High-Tech-Produkte angewiesen.

So ist etwa der Rohstoffpreisindex des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI) - ein anerkannter und umfassender Indikator für die Preisentwicklungen auf den Weltrohstoffmärkten - von Januar bis Dezember 2010 in Euro um rund 31 Prozent gestiegen. Damit liegt der Index bereits über dem Vorkrisenniveau. Vor allem die Preise nichtenergetischer Rohstoffe, aber auch Agrarrohstoffe sowie Nahrungs- und Genussmittel haben sich deutlich verteuert.

Erhöhung der Ressourceneffizienz soll die Importabhängigkeit reduzieren

Vorrangiges Ziel muss die Unterstützung der Unternehmen im Rahmen von Auslandskontakten sowie die Vereinbarung von Rohstoffabkommen zwischen Export- und Importländern sein, um damit die Sicherung des Zugangs zu Rohstoffen hinsichtlich ihrer Erkundung und Gewinnung zu gewährleisten und Wettbewerbsverzerrungen entgegenzuwirken. Die Landesregierung wird daher – wie bereits bisher – auch künftig im Rahmen ihrer vielfältigen Kontakte eine enge Verbindung mit heimischen Rohstoff-Unternehmen pflegen und gegenüber ausländischen Staaten, die selbst über Rohstoffe verfügen, diese Thematik in geeigneter Weise ansprechen. Damit sollen Rohstoffinteressen baden-württembergischer Unternehmen politisch flankiert werden. Die jeweiligen Interessenslagen sind differenziert und branchenspezifisch zu betrachten.

Die weitere Ausdehnung der globalen Rohstoffgewinnung führt gleichzeitig zu einer immer stärkeren Belastung der Umwelt. Die Rohstoffsicherung kann sich daher nicht auf eine Sicherung der Rohstoffverfügbarkeit und Ausdehnung der Rohstoffgewinnung allein reduzieren. Mit innovativen Umwelttechnologien und Effizienztechniken muss der Rohstoffbedarf reduziert und die Rohstoffgewinnung umweltfreundlicher gestaltet werden.

Zur Unterstützung von baden-württembergischen Firmen in diesem Bereich hat die Landesregierung einen Schwerpunkt auf das Thema „Ressourceneffizienz und Umwelttechnologie“ gelegt. Ein vorrangiges Ziel der Landesregierung ist es, die nahezu vollständige Importabhängigkeit von Rohstoffen Baden-Württembergs durch die Erhöhung der Ressourceneffizienz im Land zu reduzieren.

Aus Sicht der Landesregierung sind – neben der Sicherstellung der Verfügbarkeit notwendiger Rohstoffe – vor allem Maßnahmen im Bereich Substitution, Recycling und Materialeffizienz erforderlich. Hier können z.B. Forschungs- und Entwicklungsvorhaben das Recycling von metallischen Abfällen voranbringen und so den Abfluss dieser Rohstoffe in Länder mit weniger umweltfreundlichen Aufarbeitungsprozessen verhindern. So fördert beispielsweise das Land die Entwicklung von ressourceneffizienten Technologien über die Wertschöpfungskette hin zur Marktreife für den Zeitraum 2008 bis 2015 mit insgesamt 10 Millionen Euro, die paritätisch jeweils aus Mitteln des europäischen Strukturfonds EFRE und Landesmitteln finanziert wird. Im Landesinformationsangebot „Ressourceneffizienz Baden-Württemberg“ werden mit über 50 Praxisbeispielen branchenübergreifende und branchenspezifische Methoden und Vorgehensweisen für Unternehmern präsentiert, die zeigen, wie Unternehmen ressourcenschonender und damit umweltfreundlicher werden. Um die Verbreitung von besonders materialeffizienten baden-württembergischen Produkten zu unterstützen und deren Vermarktung zu erleichtern, vergibt das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft alle zwei Jahre den Umwelttechnikpreis in der Kategorie Materialeffizienz. Mit einem Ressourceneffizienz-Kongress im Rahmen des Landesjubiläums will die Landesregierung 2012 das Thema umfassend präsentieren und diskutieren.

Mit der Gründung des „Innovations- und Technologiezentrums Umwelttechnologie und Ressourceneffizienz Baden-Württemberg“ – kurz INUTEC-BW – in diesem Jahr hat das Land einen wichtigen Schritt unternommen. Die Landesgesellschaft wird die Aktivitäten des Landes koordinieren, die Kompetenzen bündeln, die Beratung und Information der Akteure verbessern, strategische Fragestellungen zur weiteren Entwicklung von Umwelttechnologie und Ressourceneffizienz bearbeiten sowie die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft unterstützen. Die INUTEC-BW GmbH wird in den ersten beiden Jahren mit zwei Millionen Euro und anschließend mit 0,87 Millionen Euro pro Jahr durch das Land gefördert.

Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg / Dr. Christian Kühne

AKTUELLES

Planen Sie das Jahr mit uns! - Unser Veranstaltungsprogramm für 2012 ist da
Auch im kommenden Jahr begleiten wir Sie in die wichtigsten Zielmärkte weltweit. Mit unterschiedlichen Maßnahmen ermöglichen wir Ihnen, interessante Wachstumsmärkte kennenzulernen und Kontakte zu potenziellen Geschäftspartnern zu knüpfen.

Im Jahr 2012 stehen neben den klassischen Wachstumsmärkten wie Indien, Brasilien oder dem arabischen Raum auch Fachinformationsreisen in Länder auf dem Programm, die bisher eher selten im Fokus waren bzw. erstmalig besucht werden. Dazu zählen Südafrika und Ghana, Australien sowie Kolumbien und Peru.
Die südafrikanische Wirtschaft verzeichnet seit 2010 ein deutliches Wachstum, Ghana ist eines der politisch und wirtschaftlich stabilsten Länder Westafrikas und Tor zu den westafrikanischen Nachbarländern. Australien ist eines der wichtigsten Wirtschaftsländer in der Asien-Pazifik Region, reich an Ressourcen und bietet stabile wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen sowie eine gut ausgebaute Infrastruktur. Kolumbien und Peru weisen Wachstumszahlen auf, die in anderen Regionen der Erde mit neidvollen Blicken registriert werden. Kolumbien hat außerdem Zugang zum Pazifik und gilt als Brücke zur Karibik.
Weitere Ziele sind die Russische Föderation und die Türkei.

Präsenz auf wichtigen internationalen Leitmessen
In fast allen Schwerpunktregionen bieten wir Ihnen die Möglichkeit, Ihr Unternehmen an Gemeinschaftsständen des Landes Baden-Württemberg auf wichtigen Leitmessen zu präsentieren. Messebeteiligungen sind u.a. auf den Messen IMTEX Forming (Indien), der JEC Composites Show (Frankreich), der CMEF (China), der PROPAK (Thailand), der MEDICALL (Indien) oder der RENEX (Türkei) vorgesehen.

Eine Teilnahme lohnt sich!

  • Wir bringen Sie in Ihrem Zielland in direkten Kontakt mit potenziellen Geschäftspartnern und senken somit Ihre Akquisekosten.

  • Wir betreuen Sie vor Ort und eröffnen Ihnen Zugang zu den wichtigsten Netzwerken.

  • Wir verschaffen Ihnen einen Vorsprung im Wettbewerb - durch fachliche Beratung und Betreuung sowie durch den Erfahrungsaustausch mit ausländischen Firmen, Behörden und Institutionen in Ihrem Marktsegment.

Auch finanziell sind Sie mit uns kostengünstig unterwegs. Unsere Maßnahmen werden durch das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg und Baden-Württemberg International gefördert. Sie tragen zwar Ihre Reisekosten selbst, aber für das Programm im Zielland wird Ihnen nur ein anteiliger Deckungsbeitrag in Rechnung gestellt. Die Kosten der Vorbereitung und Organisation der Maßnahmen übernimmt Baden-Württemberg International.

Die Teilnahme an unseren Veranstaltungen - branchenspezifisch oder branchenübergreifend - steht allen baden-württembergischen Unternehmen offen. Wir freuen uns auf Sie!

Die Übersichten zu unseren Veranstaltungen, mit denen Sie bereits heute unverbindlich Ihr Interesse bekunden können, finden Sie im Internet:
Übersicht Messebeteiligungen 2012
Übersicht Markterschließungsmaßnahmen 2012

Auf Wunsch senden wir Ihnen auch gerne unsere Programmbroschüre in gedruckter Form zu.

Ansprechpartnerin bei bw-i:
Bettina Klammt, Projektleiterin Außenwirtschaft
Telefon: 0711. 22787-943
E-Mail: bettina.klammt@bw-i.de

VERANSTALTUNGEN

Inlandsveranstaltungen

Informations- und Networkingveranstaltung
Energieeffizienz in Gebäuden mit slowenischen Entscheidungsträgern

Termin: 20.09.2011
Veranstaltungsort: Haus der Wirtschaft, Stuttgart

Informations- und Networkingveranstaltung
Erneuerbare Energien Schwerpunkt Solar und Windenergie

Termin: 22.09.2011
Veranstaltungsort: Haus der Wirtschaft, Stuttgart

Expertendialog Königreich Saudi Arabien
Termin: 06.10.2011, 10.00 – 13.00 Uhr
Veranstaltungsort: L-Bank, Börsenplatz 1


Auslandsmarkterschließungsmaßnahmen von Baden-Württemberg International in den kommenden Monaten

ITALIEN
Wirtschaftsdelegationsreise mit Firmenpräsentationen und Kontakt- und Kooperationsbörsen für die Luft- und Raumfahrtindustrie anlässlich der "Aerospace & Defense Meetings" in Turin, 25. bis 27. Oktober 2011
Anmeldeschluss: 16. September

KROATIEN
Firmenpräsentation mit Kontaktgesprächen für den Umweltsektor in Zagreb, 2. bis 4. November 2011
Anmeldeschluss: 16. September

 

INDIEN
Firmengemeinschaftsausstellung auf der Messe IMTEX Forming - International Forming Technology Exhibition in Bangalore, 19.bis 24. Januar 2012
Anmeldeschluss: 26. September


SAUDI ARABIEN
Wirtschaftsdelegationsreise unter Leitung von Dr. Nils Schmid MdL, stellv. Ministerpräsident und Minister für Finanzen und Wirtschaft des Landes Baden-Württemberg nach Riad und Dammam mit Präsentationen und Kontaktgesprächen für die Branchen Kunststoff- und Metallverarbeitung, Maschinenbau und Gesundheitswirtschaft, 09.-15.Dezember 2011
Anmeldeschluss: 12. Oktober

FRANKREICH
Firmengemeinschaftsausstellung auf der JEC Composites Show Paris, Fachmesse für Verbundwerkstoffe,
27. bis 29. März 2012
Anmeldeschluss: 15. November

Weitere Veranstaltungshinweise finden Sie in unserem Veranstaltungskalender

STOLPERSTEINE

In Indonesien bedeutet ein JA nicht immer ein JA
Was denken Sie, wenn jemand „JA“ sagt? Überlegen Sie, ob wirklich „JA“ gemeint ist? Seien Sie vorsichtig, denn in Indonesien ist die Bedeutung von „JA“ nicht immer ein “JA“.

Indonesien ist ein Land mit einer reichen Kultur. Die Kultur beeinflusst die täglichen Aktivitäten. Einer der wichtigen Wesenszüge der indonesischen Kultur ist die Höflichkeit. Deshalb ist es für Indonesier schwierig, ehrlich „NEIN“ zu sagen oder etwas abzulehnen, denn dies wird immer noch als unhöflich betrachtet. Indonesier sind daher eher zurückhaltend in ihrer Ausdrucksweise.

Um Verständnis zu erzielen und niemals jemanden bloßstellen zu müssen, gibt es in der Sprache Bahasa Indonesisch zwölf Ausdrücke, mit denen „JA“ gesagt und „NEIN“ gemeint werden kann. Solange man diese Sprache also nicht fließend beherrscht, wird man in keiner anderen Sprache die exakte Intention transportieren können. Selbst bei einer exakten Übersetzung – die wörtliche Übersetzung dieser zwölf Ausdrücke wäre „JA“ – verlangt die Kultur nach einer höflichen, zustimmenden Antwort.

Da „NEIN“-Sagen als unhöflich gilt, sollte man also nicht davon ausgehen, dass man mit einer positiven Antwort eine Übereinkunft bereits getroffen hat. Auf der sicheren Seite ist man erst, wenn diese schriftlich fixiert und von allen Beteiligten abgezeichnet wurde.

KONTAKT UND IMPRESSUM

Wir freuen uns über Ihre Fragen,
Wünsche, Anregungen:
Frau Bettina Klammt
Projektleiterin Außenwirtschaft
Tel: +49 (0) 711.22787-943
E-Mail: bettina.klammt@bw-i.de

BADEN-WÜRTTEMBERG INTERNATIONAL
Gesellschaft für internationale
wirtschaftliche und wissenschaftliche
Zusammenarbeit mbH
vertreten durch die Geschäftsführer
Herrn Dr. Michael Hagenmeyer
Herrn Dr. Herbert Neuland
Willi-Bleicher-Str. 19
70174 Stuttgart | Germany
Tel: +49 (0) 711.22787-0
E-Mail: info@bw-i.de
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